Unsere Schule

Mit etwa sieben Jahren kommen die Kinder in unsere Schule. Die Zusammensetzung der Klassen richtet sich bei uns weniger nach dem Leistungsvermögen der Kinder als nach ihrem Alter. Der Grad der „Behinderungen" ist sehr unterschiedlich, doch wird Wert auf eine Ausgewogenheit der Gruppe gelegt. Jeweils etwa zehn Kinder bilden eine Klasse. Jedes Kind bringt seine individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten in die Gruppe ein. Vom ersten bis zum Ende des neunten Schuljahres führt die Klasse - möglichst kontinuierlich - eine Lehrerin oder ein Lehrer. Um den verschiedenen Bedürfnissen der Kinder gerecht werden zu können, ist ein für jede Klasse festes Team pädagogischer Mitarbeiter verantwortlich.

Jede Klassenstufe hat ihren eigenen, nach dem jeweiligen Alter und dem Waldorflehrplan ausgerichteten, Stundenplan, welcher auf den Tagesrhythmus des Kindes Rücksicht nimmt.

Die Ferienzeiten richten sich nach der bayerischen Ferienordnung. In den Oster-, Pfingst- und Sommerferien werden wochenweise Ferienbetreuungen angeboten.

Hauptunterricht

Die Unterrichtsinhalte orientieren sich am allgemeinen Waldorflehrplan, werden jedoch ganz auf die Möglichkeiten und Bedürfnisse der Kinder abgestimmt.

Den täglichen Hauptunterricht erteilen wir epochenweise. Das bedeutet, ein Unterrichtsthema wird über einige Wochen eingehend erarbeitet. Die Epochen werden in möglichst künstlerischer, erlebnisbetonter und anschaulicher Weise dargeboten und mit den Schülern gestaltet. So erhält das Kind die Möglichkeit, sich intensiv über einen längeren Zeitraum mit einem bestimmten Unterrichtsinhalt zu verbinden. Diesem pädagogischen Vorgehen liegt die Beobachtung zugrunde, dass geeignete Unterrichtsinhalte Entwicklungsimpulse auslösen bzw. ein bereits vorhandenes Entwicklungsgeschehen ordnen und kräftigen können. So wird unter verschiedenen Aspekten zu einem Thema gemalt, gesungen, gesprochen, gelesen, geschrieben, gerechnet und gespielt.

 

Fachunterricht

An den Hauptunterricht schließt sich nach einer Pause der Fachunterricht an. Er wird vom Klassenlehrer oder vom Fachlehrer gehalten. Auch hier liegt bei der Auswahl der jeweiligen Fächer der Waldorflehrplan zugrunde.

Die künstlerischen und handwerklichen Unterrichtsfächer wirken neben dem allgemeinbildenden Unterricht in besonderer Weise ausgleichend und harmonisierend.

Unser Fachunterrichtsangebot:
Eurythmie, Musik, Kunst, Religion, Sprachgestaltung, Handarbeit, Malen, Formenzeichnen, Hauswirtschaft, Gartenbau, Handwerksunterricht, Turnen, Volkstanz und Schwimmen.

Förderunterricht

Entsprechend den sehr unterschiedlichen Ressourcen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen bieten wir differenzierten Förderunterricht an. Zusätzliche Hilfe beim Erwerb der Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) erfolgt in Einzelförderung oder in Kleingruppen. Eine wichtige Rolle spielt auch der Erwerb lebenspraktischer Fertigkeiten.

Für Kinder und Jugendliche, die nicht oder nicht ausreichend über Lautsprache verfügen, bieten wir Ausdruckshilfen der „Unterstützten Kommunikation" an. Dazu gehören alle Äußerungen der Körpersprache, das Erlernen lautsprachbegleitender Gebärden, die Nutzung visueller Hilfen (Bilder, Symbole, Kommunikationstafel, Ich-Buch), Sprechgeräte. Durch sogenannte „Basale Dialoge" wird auch bei schwerer Behinderung eine wechselseitige Kommunikation möglich.

 

Berufsschulstufe

Nach dem Abschluss der 9. Klasse besuchen die Jugendlichen unsere Berufsschulstufe. In diesem Abschnitt geht es darum, die Schüler allmählich von der Schule in das Arbeitsleben zu führen. Ein neuer Lehrer begleitet sie durch diese letzten 3 Schuljahre. Er hilft ihnen, größtmögliche Selbständigkeit zu erlangen, um sicher und selbstbewusst in der Welt zu stehen und den Schritt vom Jugendlichen zum Erwachsenen zu gehen. Der Schüler soll die Möglichkeit haben, bei sich Veranlagungen, Talente und Neigungen zu entdecken und somit zu einem realistischen Selbstbild zu gelangen.

Handwerkliche Fächer wie Holzwerken, Textiles Werken, Tonwerken, Hauswirtschaft bilden in der Berufsschulstufe einen besonderen Schwerpunkt. Hier wird der Jugendliche mit den Gesetzmäßigkeiten der Arbeitsabläufe und Materialien vertraut gemacht. Wir wollen dabei den Schülern ermöglichen, ein möglichst breites Spektrum von Tätigkeitsbereichen für sich zu entdecken. Praktika in entsprechenden externen Werkstätten unterstützen diesen Prozess.

Anmeldung und Aufnahme

Wir laden alle Eltern, die sich für die neue erste Klasse interessieren, herzlich zu unserem jährlichen Informationsabend ein (vorherige Anmeldung über das Schulbüro erbeten). Hier erfahren Sie alles über unsere Schule, über die integrierte heilpädagogische Tagesstätte sowie über unsere pädagogischen Grundlagen. Ein anschließendes Aufnahmegespräch ist ganz dem Kind und dem gegenseitigen Kennenlernen gewidmet. Unser Aufnahmeteam kümmert sich jedes Jahr mit Sorgfalt um die Zusammensetzung der ersten Klasse.

Der Aufnahme in unsere SVE oder dem Quereinstieg in eine schon bestehende Klasse geht ebenfalls ein gemeinsames Gespräch voraus. Es gibt den Eltern des Kindes die Gelegenheit unsere Einrichtung näher kennen zu lernen, vermittelt Einblicke in die Waldorfpädagogik und bildet die Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander.